
Die DLR in London – eine bemerkenswerte Ergänzung zur Londoner „Tube“ und eine Mit-Reise wert – oder fahrerlos durch die "Docklands of London" - Doc Kaba´s London Visit 07.-09.11.2003
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Bei meinem letzten Aufenthalt in London habe ich aktuell sehr viel die Londoner U-Bahn (oder auch scherzhaft ob ihrer Herkunft „Tube“ genannt) genutzt. Für £ 4,10 kann man sich den ganzen Tag unter-, wie auch oberirdisch, mit diesem Verkehrsmittel durch die Stadt bewegen. Wer sich ein wenig mit der Geschichte der Stadt beschäftigt weiß, dass London ähnlich wie Hamburg, Rostock, aber auch Bremen, große Probleme mit seinem Hafen hatte und hat. Der Umschlag ging zurück, viele Docks und Hafenbecken wurden aufgelassen, die Landschaft verödete. Nun
sind solche Themen an sich eine gefundene Aufgabe für die Politik. Heute
regiert Mr. Major in GB, aber vor ca. 15 Jahren war die Zeit der
„eisernen Lady“, d. h. von Margarete Thatcher. Wenngleich diese Frau
sehr umstritten ist, so hat sie der Stadt London einen unschätzbaren
Dienst erwiesen, denn sie hat sich für die grundlegend neue Nutzung der
Londoner Docks stark gemacht.
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Und
bei solch einem Vorhaben kann man nicht immer warten, bis sich die ersten
Firme ansiedeln, sondern die Politik muss Vorgaben machen und auch der
Staat muss Vorleistungen tätigen. So ist in London ein Konzept entstanden, welches sich sehen lassen kann: - moderne und bezahlbare Wohnungen in individueller Gestaltung (dagegen erblassen die monströsen Bauten in der sogenannten Hamburger Hafen-City -
Bürogebäude und Einkaufsmöglichkeiten -
Einbeziehung regionaler
Attraktionen -
Aufbau eines leistungsfähigen
Schienentransportes mit Anbindung an bestehende Netze
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Die heutige
„Docklands Light Railway“ (DLR) umfasst 4 Strecken (5. Ast zum London
City Airport im Bau) mit ca. 27 km Streckenlänge mit kompletter separater
Fahrbahn, Hochbahn im Dockland-City-Bereich,
2 Tunnels und ein hochkomplexes – und gerade für mich interessantes –
Steuerungssystem. Alle Züge bestehen aus 4 Wagen und haben das Aussehen
moderner Straßenbahnen mit Stromschienenabgriff (750 V DC). Die Steuerung
der Züge erfolgt über zwischen den Zügen verlegten Induktionsschleifen.
Im Gegensatz zur LZB der DB funktioniert dieses System perfekt! Es macht
riesigen Spaß in solch einem Zug z. B. nach Lewisham (via Greenwich) zu
sitzen und von Geisterhand durch die aufstrebenden Docklands gefahren zu
werden. Von Vorteil auch die Tatsache, dass die besondere Form der Züge
sehr enge Radien zulässt und je Zug das bis zu 5-6-fache an Personen
bezogen auf einen „London Doubledecker Bus“ befördert werden kann.
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Mich
hat dieses moderne Nahverkehrsmittel sehr beeindruckt. Dank auch an meine
englischen Freunde, die mir bei eine ausgiebigen Fahrt mit diversen Erklärungen
die DLR sehr nahe gebracht haben. Also,
bei einem London Besuch: die DLR bitte nicht vergessen! Es lohnt sich
wirklich! Auch wenn man zur „Cutty Sark“ oder zum Greewich Observatory
will.
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